Blasenkrebs (Harnblasenkarzinom)
Blasenkrebs tritt häufiger bei älteren Menschen auf und betrifft Männer öfter als Frauen.
Mögliche Anzeichen einer Erkrankung können sein:
- Blut im Urin (oft schmerzlos)
- Häufiges Wasserlassen
- Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
- Ständiger Harndrang
Blut im Urin sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Mögliche Ursachen:
- Rauchen (größter Risikofaktor)
- Kontakt mit bestimmten Chemikalien (z.B. Lösungsmitteln)
- Häufige Blasenentzündungen
- Höheres Lebensalter
Wie wird Blasenkrebs festgestellt?
- Urinuntersuchung
- Ultraschall
- Blasenspiegelung (Zystoskopie)
- Gewebeprobe (Biopsie)
Die Behandlung hängt vom Stadium der Erkrankung ab:
Das Stadium des Blasenkrebs ergibt sich aus der Eindringtiefe des Tumors in die Blasenwand sowie den Aggressivitätsgrad.
Die Eindringtiefe beschreibt, welche Schichten der Blasenwand der Tumor bereits erfasst hat.
Ta und T1: die Schleimhautschichten wurden noch nicht durchbrochen
T2: der Tumor ist in die Muskulatur der Blase eingewachsen
T3: der Tumor durchbricht die Blasenwand
T4: der Tumor wächst in ein Nachbarorgan ein
Tis: eine besondere Tumorform die sich unter der Schleimhaut ausbreitet
Sind die Schichten pTa oder pT1 betroffen, kann in der Regel eine Heilung durch eine TURB mit ggf. ergänzender lokaler Chemotherapie erreicht werden.
Bei Befall der Schichten T2 und höher ist in der Regel die Blase nicht mehr zu erhalten. Hier sind verschiedene Verfahren zur Blasenentfernung
und Wiederherstellung möglich. Diese werden individuell ausgewählt. So besteht die Möglichkeit der Formung einer neuen Blase aus Dünndarm oder die Ableitung des Urins in ein Stoma.
Sollte es erforderlich werden beraten wir Sie umfangreich zu allen Therapieoptionen und helfen Ihnen bei der Entscheidung für das für Sie beste Verfahren.
Die aktuellen Empfehlungen der deutschen Fachgesellschaft rät bei fortgeschrittenen Tumorstadien zur Durchführung einer begleitenden Chemotherapie vor und nach der Operation.
Diese kann in unserer Praxis ambulant durchgeführt werden.
Sollte bereits eine Tumorstreuung erfolgt sein, ist in der Regel eine Chemotherapie erforderlich um den Tumor in einen operablen Zustand zu bringen oder das Tumorwachstum zu bremsen.
Wir beraten und begleiten Sie mit dem für Sie besten Verfahren.